Tiergarten


Das bisherige Kleintiergehege mit dem kleinen Landwirtschaftsgebäude musste dem Neubau Oase weichen. Eine wichtige Beschäftigungs- und Freizeitmöglichkeit für unsere Bewohnenden ging dadurch verloren. Der Stellenwert von Tieren konnte für die Bewohnenden nicht mit einer anderen Aktivität kompensiert werden. Der Stiftungsrat hat daher beschlossen, auf dem Gelände des Haus Morgenstern an einem anderen, ebenso nahen Standort wieder einen  kleinen Tiergarten zu realisieren.

2019 Tiergarten Broschüre, pdf

 Wichtigste Elemente des Tiergartens

  • Der Tiergarten ist barrierefrei zu erreichen, rollstuhlgängig und bietet genügend Sitzgelegenheiten.
  • Auf dem Gelände sind neben einem Ententeich vier Kleinbauten (Ställe mit Lager- und Materialraum) vorgesehen.
  • Das Areal des Tiergartens wird mit Wegen angelegt, die es erlauben, sowohl mit dem Rollstuhl als auch mit Kinderwagen die Tierwelt aus nächster Nähe zu erleben.
  • Das Projekt beherbergt die gleichen Tierarten wie am alten Standort: Meerschweinchen, Hühner, Enten, Schafe und Ziegen. Zusätzlich werden  Kaninchen ein neues Zuhause finden.
  • Das an den Tiergarten angrenzende Müllerhüsli wird als Aufenthaltsraum genutzt und verfügt über sanitäre Anlagen.
  • Ein Lehrpfad mit einheimischen Pflanzen wird das Angebot des neuen Tiergartens ergänzen. 

 

Das bringt der Tiergarten 

  • Unsere Bewohnenden erhalten einen zusätzlichen attraktiven Aufenthaltsort auf dem eigenen Gelände.
  • Sie setzen sich bewusst mit Tieren auseinander, was einen nachhaltigen positiven Effekt auf ihre Lebensqualität hat.
  • Unsere Bewohnenden erleben verschiedene Tierarten mit den typischen Charakterzügen und Bedürfnissen. Dies ist ein wichtiges Lernfeld, um auf eine differenzierende Art und Weise den Tieren gerecht zu werden.
  • Der Tiergarten ist neben dem Spielplatz und der Selbstbedienungs-Cafeteria ein weiteres attraktives Angebot auch für Besucherinnen und Besucher, vor allem mit Kindern.
  • An den Wochenenden, d. h. ausserhalb der Beschäftigungszeit der Landwirtschaftsgruppe, übernehmen Bewohnenden in Form von ‘Ämtlis’ die Versorgung der Tiere. Dies ermöglicht für viele eine wichtige Tagestruktur auch an den Wochenenden.  

Das Haus Morgenstern hatte während Jahrzehnten ein Kleintiergehege mit verschiedenen Tieren wie Hasen, Meerschweinchen, Enten, Hühnern, Ziegen und Schafen. Es gibt einige Gründe, wie sich die Tiere auf unsere Bewohnenden positiv auswirken:

  • Mit der Pflege von Tieren lernen sie Verantwortung zu übernehmen.
  • Die Beschäftigungsgruppe „Landwirtschaft“, in der die Tiere gehalten werden, ist eine sinnvolle Tagestruktur, da diese nahe an der Natur ist.
  • Unsere Bewohnenden lernen, sorgsam mit Lebewesen umzugehen, und bauen zu den Tieren Beziehungen auf, was ihnen bei Menschen oft sehr schwer fällt.  
  • Tiere tun der seelischen Verfassung der Bewohnenden gut. Es ist immer wieder erstaunlich, wie Bewohnende, die zeitweise zu Aggressivität neigen, ihre „feinen“ Seiten zeigen, wenn sie mit Tieren in Kontakt kommen.  

 

Bauetappen

  • Oktober 2017: Projektstart
  • November 2017: Bestimmung der Projektleitung durch Füglistaller Architekten AG, Rudolfstetten
  • Mai 2018: Baubewilligung
  • Juni 2018: Spatenstich
  • November 2018: Fertigstellung 

 

Nächste Schritte 

 Ab April 2019 ist der Tiergarten der Öffentlichkeit zugänglich und die ersten Tiere ziehen in ihr neues Zuhause ein. 


 

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